Willkommen zurück!
Schnelligkeit entscheidet im E-Grocery weiterhin die meisten Rennen: In den USA liegt das Wachstum jetzt sechs Quartale in Folge über 20 Prozent. Ein nützlicher Vorbehalt gehört allerdings dazu, auf den wir gleich eingehen. Bei Delivery Hero sieht Ubers Übernahme zunehmend nach einer Zerschlagung aus, denn für die einzelnen Regionalteile werden bereits Käufer gesucht. Und bei uns durften wir einen unserer langjährigsten Kunden vor die Kamera holen: Unser allererstes Testimonial-Video ist online.
Und wie immer findest du die neuesten MotionTools Release Notes am Ende.
Los geht's.
📢 Was sich in der Branche getan hat
📈 E-Grocery zieht Ausgaben weiter Richtung Tempo
Das Wachstum im Online-Lebensmittelmarkt verfolgen wir schon eine Weile, und jetzt liegen neue Zahlen vor.
In den USA zeigt der Brick Meets Click Grocery Shopper Survey, dass die E-Grocery-Umsätze sechs Quartale in Folge um mehr als 20% im Jahresvergleich gewachsen sind. Online kommt inzwischen auf 19% der gesamten Lebensmittelausgaben, nach weniger als 15% Ende Q3 2024. Der Treiber dahinter: ultraschnelles und Same-Day-Fulfillment. Same-Day-Bestellungen machten in Q1 2026 fast 80% aller Lieferbestellungen aus, ultraschnelles Fulfillment (eine Stunde oder weniger) kam auf 18%. Beide Kategorien wachsen fast dreimal so schnell wie Pickup und ziehen Ausgaben von den schnellen Wegen in den stationären Laden ab. Ein hilfreicher Hinweis aus denselben Daten, via McKinsey: Tempo allein reicht nicht. Kunden bevorzugen durchgängig ein volles Sortiment gegenüber ultraschneller Lieferung mit begrenzter Auswahl.
In Deutschland erzählt der HDE-Online-Monitor eine ähnliche Geschichte, nur an einem anderen Punkt der Kurve: Die Online-Umsätze mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln stiegen 2025 um 10,4%, weit vor den rund 4% Wachstum im gesamten deutschen E-Commerce. Der HDE sieht ältere Kunden als einen Wachstumstreiber: Die Zahl der Online-Shopper über 55 legte im letzten Jahr um 3,1% zu. Picnic ist ein gutes Beispiel für dieses deutsche Potenzial in Aktion. Wie der Supermarktblog diesen Monat anmerkte, steuert der niederländische Anbieter 2026 auf rund 1 Milliarde Euro Umsatz in Deutschland zu, betreibt 13 Verteilzentren und will bis Jahresende etwa 40% der deutschen Haushalte erreichen.
🛒 Größere Reichweite: aus der Luft, in der Region, über die Crowd
Walmart hat über 1 Million Drohnenlieferungen aus 66 Filialen in fünf Metropolregionen verzeichnet, und 40% dieser Million kamen in einem einzigen Quartal zusammen (Q1 des Geschäftsjahres 2027). Eine Drohnenlieferung dauert im Schnitt 23 Minuten, die schnellste schaffte es in vier Minuten und 44 Sekunden. Um darauf aufzubauen, nehmen Walmart und Wing sieben weitere Metropolregionen hinzu und bleiben damit auf Kurs für die über 270 Standorte und 40 Millionen Amerikaner, die sie bis 2027 anvisieren.

In Deutschland hat Knuspr sein Liefergebiet über Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern ausgeweitet und bindet bis Ende Juni die Region Rhein-Neckar an. Damit erreicht der Service über 500.000 zusätzliche Haushalte, mit einem Drei-Stunden-Lieferversprechen und über drei Vierteln der Produkte, die direkt von Herstellern statt über den Großhandel bezogen werden.
In Großbritannien hat das französische Unternehmen Shopopop Ende Mai sein Crowdshipping-Modell gestartet, bewusst zuerst in ländlichen Gebieten mit dünner Lieferkapazität. Interessant ist vor allem das Modell: Statt angestellter Kuriere oder Gig-Fahrer nehmen "Crowdshipper" im Laden vorbereitete Bestellungen mit und geben sie auf ihrem täglichen Arbeitsweg ab, für rund 6 £ pro Lieferung als Ausgleich für die Fahrtkosten. In Frankreich ist das Unternehmen seit 17 Millionen Lieferungen über 7.500 Filialen (darunter Carrefour, E.Leclerc und Colruyt) profitabel und verhandelt jetzt mit Asda, Co-op, Kingfisher, Morrisons und Tesco, mit dem Ziel, bis Jahresende einen ersten großen UK-Partner zu gewinnen.

🌍 Delivery Hero, in Einzelteilen verkauft?
Die Konturen von Ubers Delivery-Hero-Übernahme werden klarer, und sie deuten auf eine Zerschlagung hin. Uber lotet inzwischen Käufer für Delivery Heros Regionalgeschäfte in Lateinamerika, Asien und Europa aus und arbeitet daran, die regulatorischen Überschneidungen auszuräumen, die einer vollständigen Übernahme im Weg stehen würden. Laut Bloomberg hat Uber seinen Anteil auf rund 36,8% ausgebaut, deutlich mehr als die rund 19,5%, die wir letzten Monat genannt hatten. Gleichzeitig will die Europäische Kommission die Frist für Prosus, seinen Delivery-Hero-Anteil abzubauen, auf den 11. Oktober verlängern – eine Auflage aus der Just-Eat-Takeaway-Übernahme, die Prosus etwas Spielraum gegenüber einem weiteren Uber-Vorstoß verschafft.
Bei der Delivery-Hero-Tochter Foodora wurden zwei Führungspositionen besetzt: Giuseppe Randazzo wird Chief International Officer für Europa, Herbert Haas Chief Operating Officer. Randazzo steuert Wachstum und Strategie über Foodora, Yemeksepeti und foodpanda hinweg, Haas konzentriert sich auf Logistik und Operations.
🤝 Community Update
Wir bauen MotionTools unter anderem deshalb, weil wir es lieben, Unternehmen mit erstklassiger Technologie voranzubringen. Fastdrop war einer unserer allerersten Kunden – vor über 5 Jahren an Bord geholt, und seitdem arbeiten wir eng zusammen. Was damals als kleines Startup begann, ist heute einer der führenden Anbieter für Express-, Same-Day- und Next-Day-Lieferungen in Malta. Wir waren von Anfang an dabei und durften sie auf ihrem Weg begleiten.
Mindestens einmal im Jahr sind wir vor Ort, arbeiten gemeinsam und erleben den Betrieb aus erster Hand. Dieses Jahr war eine Kamera mit dabei, und wir konnten unser allererstes Kunden-Testimonial drehen. Das Video ist gerade online gegangen – schau gerne auf LinkedIn vorbei und sieh es dir an.

🦾 Bessere Technologie für eine Welt in Bewegung
Feature-Highlight: Fehlgeschlagene Stopps
Wir haben das Verhalten von fehlgeschlagenen Stopps angepasst. Das ist der erste Schritt hin zu einem vollständigen Buchungs-Wiederherstellungs-Flow; standardisierte Rückgabe- und Wiederholungsstopps folgen in einem späteren Update.
Fehlgeschlagene Stopps sind jetzt final: Sobald ein Stopp fehlschlägt, kann er nicht mehr in eine Tour disponiert werden. Dadurch verhalten sich Buchungen insgesamt vorhersehbarer. Wenn alle Stopps einer Buchung einen finalen Status erreicht haben – also entweder abgeschlossen oder fehlgeschlagen –, wird die Buchung jetzt automatisch abgeschlossen, statt in einen Zustand zurückzufallen, in dem sie erneut disponiert werden muss. Läuft die Buchung noch, läuft sie einfach mit den verbleibenden Stopps weiter.
Kurzübersicht über weitere Updates:
- Neuer Kartenmodus: komplette Route der ersten Tour
- Name des Geschäftsgebiets jetzt in der Fahrerliste sichtbar
- TomTom-Navigation in der Fahrer-App für Android




