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LogTech 08/2026

Besiegelte Deals, Drohnenflotten und KI im Warenkorb: Uber sichert sich Delivery Hero, DoorDash baut eigene Drohne und Händler testen KI-Assistenten.

Anna-Philine Lübbke
August 13, 2026
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Willkommen zur August-Ausgabe!

Zwei Monate nach dem ersten Übernahmeangebot haben Uber und Delivery Hero im Juli unterschrieben: 41,50 Euro je Aktie, was das Berliner Unternehmen mit 13 Milliarden Euro bewertet. Teil desselben Deals: 14 sich überschneidende Märkte gehen an eine New Yorker Investmentgesellschaft. Außerdem geht es um Tesco und MediaMarktSaturn, die auf Lieferplattformen setzen, um DoorDash, das eine eigene Fluglizenz bekommen hat und passend dazu gleich eine eigene Drohne baut, und um eine Studie, die fragt, ob Kunden die KI-Assistenten überhaupt wollen, die Lebensmittelhändler gerade reihenweise einführen.

Und wie immer findest du die neuesten MotionTools Release Notes am Ende.

📢 Was sich in der Branche getan hat

🛒 Immer mehr Händler gehen auf Lieferplattformen live

Tesco startet auf Uber Eats und Deliveroo: Uber Eats ab August, Deliveroo später im Sommer. Der eigene Schnelllieferdienst Whoosh läuft schon gut: Aus rund 1.800 Filialen wird teilweise in nur 20 Minuten an etwa 1,5 Millionen Kunden geliefert, mit einer Umsatzsteigerung um 51% im letzten Jahr. Was die Plattformen dazubringen, ist Reichweite: Whoosh deckt über 70% der britischen Bevölkerung ab, Uber Eats beziffert die eigene Abdeckung auf über 90%.

In Deutschland ist MediaMarktSaturn auf Wolt live gegangen: rund 2.000 Elektronikartikel, geliefert in etwa 35 Minuten, zunächst aus 11 Filialen in Berlin, Frankfurt, Hannover, Köln und München, zu den gleichen Preisen wie im Laden. Das ist das deutsche Gegenstück zum Power-Piloten in Norwegen, über den wir im Juni berichtet haben. Und Wolt benennt die Ambition klar: Infrastruktur für den Alltagseinkauf statt reiner Essenslieferung.

🤝 Uber und Delivery Hero unterschreiben, 14 Märkte ausgeklammert

Uber hat am 16. Juli den Kauf von Delivery Hero vereinbart: 41,50 Euro je Aktie in Cash, was das Berliner Unternehmen mit 13,0 Milliarden Euro bewertet. Ein deutlicher Aufschlag auf die 33 Euro, mit denen Uber im Mai eingestiegen war. Prosus hat sich verpflichtet, seine restlichen 17% in das Angebot einzuliefern. Damit käme Ubers wirtschaftlicher Anteil auf rund 53%. Die Regulierungsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen, der Abschluss wird für das zweite Halbjahr 2027 erwartet.

Der Deal würde die Zahl der Märkte, in denen Uber sowohl Mobility als auch Delivery anbietet, fast verdoppeln: von 34 auf 58. Allerdings kommt nicht ganz Delivery Hero mit. Die New Yorker Investmentgesellschaft SSW Partners kauft für rund 1,6 Milliarden Dollar die Geschäfte in 14 Märkten, in denen sich beide Unternehmen überschneiden. Dazu gehören foodora in Österreich, Norwegen und Schweden, Glovo in Spanien und Polen sowie Yemeksepeti in der Türkei. SSW will sich nach Abschluss des Deals nach Käufern umsehen. Eine Reihe etablierter europäischer Liefermarken steht damit vor einem Eigentümerwechsel.

🚁 DoorDash nimmt Drohnen in die eigene Flotte

DoorDash hat am 29. Juli die FAA-Zertifizierung als Luftfahrtunternehmen erhalten und mit DoorDash Air sein eigenes Drohnenprogramm gestartet. Damit ist das Unternehmen erst der achte Drohnenbetreiber mit dieser Zulassung. Das Fluggerät wird intern bei DoorDash Labs entwickelt, dem Team hinter dem Gehwegroboter Dot. Der Hintergrund: Über 20% der DoorDash-Bestellungen legten 2025 zwischen fünf und acht Kilometer zurück. Diese Lieferungen dauerten rund 25% länger als kürzere, weil sich für mittlere Distanzen schwerer ein passender „Dasher" finden lässt. Übernehmen Drohnen dieses Segment, bleiben die Kuriere auf den kurzen, dichten Routen.

🤖 Der Lebensmitteleinkauf bekommt KI-Assistenten

In Deutschland hat Knuspr eine ChatGPT-Integration gestartet, über die Kunden Produkte suchen, Rezepte zusammenstellen und im Chat ihren Wocheneinkauf füllen können, bevor sie zum Bezahlen zu Knuspr wechseln. Auch ein Foto eines handgeschriebenen Einkaufszettels wird erkannt. Knuspr spricht von einer der ersten offiziellen ChatGPT-Integrationen in Europa. Sie basiert auf dem eigenen Model-Context-Protocol-Server der Muttergesellschaft Rohlik Group, über den Kunden den Service auch mit anderen KI-Tools verbinden können, die sie bereits nutzen.

Drei Wochen später ist Kroger mit einem eigenen AI Shopping Assistant live gegangen, über alle Vertriebsmarken hinweg auf Websites und in Apps. Handgeschriebene Einkaufszettel liest der Assistent ebenfalls, dazu kommen Essenspläne für die Woche und Warenkörbe, die sich an ein festes Budget oder an Ernährungsvorgaben halten.

Wie groß die Nachfrage danach tatsächlich ist, steht allerdings noch nicht fest. Eine europäische Studie von dunnhumby zeigt, dass weniger als ein Viertel der 18- bis 34-Jährigen KI-Tools schon einmal für den Lebensmitteleinkauf genutzt hat. Bei den über 55-Jährigen sind es 4%. Häufigster Anwendungsfall ist mit 47% der Preisvergleich, und in Großbritannien, einem der Märkte mit der intensivsten Nutzung, sagen 39% der Kunden, dass sie KI nicht vertrauen. Die Einschätzung von dunnhumby: KI läuft derzeit parallel zur normalen Suche, statt den Einkauf zu ersetzen.

🤝 Community Update

Vor ein paar Monaten haben wir angekündigt, dass wir unsere Kuriernetzwerk-Plattform NOW.delivery in Hamburg ausrollen. Mittlerweile ist sie live, wächst und eine Sommerpause ist nicht in Sicht. Schau doch mal auf NOW.delivery vorbei und buche deine erste Lieferung. Mit dem Gutscheincode MAX8X1 bekommst du 50% Rabatt, gültig bis 31.08.

🦾 Bessere Technologie für eine Welt in Bewegung

Feature-Highlight: Berichte

Das Dashboard hat einen neuen Bereich Berichte, in dem Nutzer die mit ihnen geteilten Berichte finden. Admins laden PDF- oder CSV-Dateien über die API hoch und legen die Sichtbarkeit pro Bericht fest; freigegeben für bestimmte Rollen oder einzelne Nutzer. Berichte verschwinden aus der Liste, sobald sie ablaufen. Ist die E-Mail-Benachrichtigung aktiviert, werden alle mit Zugriff informiert, sobald ein Bericht bereitsteht.

Kurzübersicht über weitere Updates:

  • Überarbeiteter Webbooker
  • Recovery-Optionen beim Fehlschlagen eines Stopps
  • Sofortige ETA-Neuberechnung beim Gruppieren von Stopps
  • Automatische Stopp-Gruppen für Stopps aus Orten

Release Notes im Help-Center lesen

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