Willkommen zur ersten Ausgabe von unseren LogTech News in 2026!
Wir hoffen, du hattest schöne Feiertage und bist gut ins neue Jahr gestartet.
Zum Jahresanfang wollen wir gemeinsam einen Blick nach vorn werfen. Vor Kurzem haben wir den Start unserer neuen Plattform NOW.delivery bekannt gegeben – mit dem Ziel, Händler noch schneller und einfacher mit lokalen Kurierpartnern zu verbinden. Die letzte Meile wird wichtiger denn je, und viele spannende Entwicklungen sorgen dafür, dass schnelle Lieferungen immer zugänglicher werden. Genau deshalb schauen wir uns drei Trends an, die unserer Meinung nach 2026 prägen werden, und werfen außerdem einen Blick auf Events, bei denen sich Händler und Logistikprofis dieses Jahr treffen.
Und wie immer gibt es zum Abschluss einen kurzen Überblick über die neuesten Updates in MotionTools in unseren aktuellen Release Notes.
📢 Trends 2026
Schnelle Lieferungen für alle
Vor ein paar Jahren fühlte sich Express-Lieferung auf der letzten Meile noch wie ein Experiment an. Wie schnell ist zu schnell? Zahlen Kunden wirklich für 10-Minuten-Lieferungen? Und lässt sich damit überhaupt Geld verdienen?
Spulen wir vor ins Jahr 2026: Die Experimentierphase ist vorbei. Zwischen dem pandemiegetriebenen Quick-Commerce-Hype und heute ist die Branche erwachsen geworden, hat ein paar blaue Flecken kassiert und gelernt, was tatsächlich funktioniert.
Und trotzdem ist noch jede Menge Luft nach oben. Mehr Kunden, mehr Regionen, mehr Anwendungsfälle, die bisher noch nicht vollständig erschlossen sind. Der Fokus liegt jetzt darauf, bewährte Modelle nachhaltig zu skalieren und schnelle Lieferungen auch jenseits dichter Innenstädte verfügbar zu machen.
Dabei sehen wir drei Entwicklungen, die 2025 an Fahrt aufgenommen haben und aus unserer Sicht prägend dafür sind, wie sich die letzte Meile 2026 weiterentwickelt:
- 3PLs werden zum Rückgrat flexibler Skalierung
- Autonome Lieferungen ergänzen menschliche Flotten
- Micro-Fulfillment-Center bringen Waren näher an die Nachfrage
Schauen wir uns an, wie jede dieser Entwicklungen dazu beiträgt, schnelle Lieferungen vom Premium-Extra zur alltäglichen Infrastruktur zu machen.
3PLs werden zum Rückgrat flexibler Skalierung
Vor ein paar Ausgaben haben wir darüber gesprochen, warum 3PLs zu entscheidenden Akteuren der Last-Mile-Logistik werden. Mit Blick auf 2026 zeigt sich: Genau das passiert gerade. Immer mehr Händler verabschieden sich vom Aufbau eigener Flotten und setzen stattdessen auf bestehende Liefernetzwerke, die aus 3PLs bestehen.
Denn Express-Lieferungen auf der letzten Meile selbst zu betreiben, ist für viele Händler zu teuer und alles andere als flexibel. Eigene Fahrerer einstellen, Fahrzeuge managen, Schichten planen: Das sind fixe Kosten, die Margen auffressen, lange bevor Checkout-Optimierung oder Conversion Rates überhaupt Wirkung zeigen. Wer dann noch in neue oder suburbanere Regionen expandieren will, erhöht Komplexität, Kapitalbedarf und Risiko weiter – für viele schlicht nicht machbar.
Hier kommen moderne, technologiegetriebene Logistiker ins Spiel. Viele 3PLs (und auch 2PLs, die zu 3PLs werden wollen) haben die schwierigsten Teile bereits gelöst: Fahrer, Fahrzeuge, lokales Routing-Know-how und operative Dichte vor Ort. Was ihnen heute fehlt, ist nicht Infrastruktur, sondern Auslastung. Also gleichmäßigere Nachfrage, besser gefüllte Schichten und die Möglichkeit, ihre Liefergebiete sinnvoll zu erweitern.
Kurz gesagt: Händler und 3PLs lösen jeweils das größte Problem des anderen.
- Händler lagern die Lieferung aus, ohne fixe Kosten – gezahlt wird nur pro Auftrag
- 3PLs halten ihre Flotten ausgelastet und ihre Fahrerer beschäftigt, auch außerhalb der Peak-Zeiten
Oder anders formuliert: Flexible Skalierung entsteht nicht durch mehr eigene Assets, sondern durch bessere Nutzung der vorhandenen.

Genau hier wird Orchestrierung zum echten Unterscheidungsmerkmal. Plattformen wie NOW.delivery bringen Händler und 3PLs in einem einzigen Netzwerk zusammen – Koordination läuft reibungslos, Routing wird smarter, und Skalierung funktioniert ohne zusätzliche operative Kopfschmerzen.
Diese Orchestrierung ist auch der Schlüssel dafür, dass Express-Lieferungen im suburbanen Raum deutlich realistischer werden. Denn dort gilt: Weder Händler noch 3PLs erreichen allein genug Volumen, um schnelle Lieferungen effizient zu betreiben. Werden jedoch die Nachfragen mehrerer Händler über mehrere 3PLs hinweg gebündelt, entsteht genau das, was bisher gefehlt hat: nachhaltige Lieferdichte.
Autonome Lieferungen ergänzen menschliche Flotten
2025 fand autonome Zustellung größtenteils noch in Pilotprojekten und abgesteckten Testumgebungen statt. 2026 verdienen sich diese Experimente zunehmend einen festen Platz im operativen Alltag. Das zeigt sich bereits daran, wie führende Anbieter Autonomie immer mehr in reale Lieferumgebungen integrieren:
- FedEx setzt gemeinsam mit QuikBot autonome Lieferroboter für vollwertige Last-Mile-Zustellungen in großen Büro- und Gewerbegebäuden in Singapur ein.
- DoorDash entwickelt mit „Dot“ einen eigenen Gehwegroboter und kooperiert zusätzlich mit Waymo für fahrerlose Lieferungen.
- Rewe testete kleine Lieferroboter in Hamburg sowie autonome Vans (Level 4) in Bochum.
- Uber Eats hat in Großbritannien gemeinsam mit Starship Technologies Lieferroboter in den Regelbetrieb gebracht.
Kurz gesagt: Autonomie ersetzt keine Fahrer– sie erweitert die Flotte dort, wo sie Effizienz, Reichweite und Verfügbarkeit sinnvoll erhöht.

Jetzt sind sie bereit zu skalieren aber nicht nach dem Motto „Roboter übernehmen alle Jobs“. Stattdessen entstehen hybride Flotten, in denen Maschinen die wiederholbaren, planbaren Teile der Zustellung übernehmen, während Menschen sich auf alles konzentrieren, was Erfahrung, Urteilsvermögen und Flexibilität erfordert. Genau dieses Zusammenspiel entwickelt sich gerade zu einem der praktikabelsten Wege, um den anhaltenden Fahrermangel abzufedern.
Mit etwas Blick nach vorn kommt noch eine weitere Ebene dazu: Drohnen. In den USA arbeitet Walmart bereits mit Zipline zusammen, um Bestellungen aus der Luft auszuliefern. Der Reiz liegt auf der Hand: Drohnen ermöglichen schnellere Zustellungen in suburbanen und ländlichen Gebieten, umgehen Staus am Boden und erweitern die Reichweite der letzten Meile dort, wo klassische Flotten nur schwer skalieren können.

Aber damit schnelle Lieferungen wirklich für alle verfügbar werden, geht es nicht nur darum, wie Bestellungen unterwegs sind sondern auch darum, wo sie überhaupt starten.
Micro-Fulfillment-Center bringen Waren näher an die Nachfrage
Quick Commerce hat Dark Stores und Dark Kitchens hervorgebracht. Der nächste Evolutionsschritt sind Micro-Fulfillment-Center (MFCs) – kleine, hochautomatisierte Lager, strategisch nah an der Nachfrage platziert.
Statt sich ausschließlich auf große, zentrale Lager für regionale Abdeckung zu verlassen, schaffen MFCs lokale Warenbestände. So lassen sich Städte und umliegende Vororte mit dem gleichen Service-Level bedienen. Das Ergebnis ist nicht nur schnellere Lieferung, sondern auch deutlich größere Reichweite.
Warum MFCs funktionieren:
- Strategische Lage: 4–8km von dichter Nachfrage entfernt
- High-Velocity-SKUs: Fokus auf schnell umschlagende Produkte; Long Tail wird vorgelagert aufgefüllt
- Automatisierung: Robotik kann Fulfillment-Kosten pro Auftrag um bis zu 75 % senken
- Flottenintegration: Reibungslose Übergabe an lokale Kuriere
- Hybride Modelle: Kombination aus MFCs und bestehenden Läden für maximale Abdeckung
Schnelle Lieferung im Jahr 2026 bedeutet nicht mehr, für eine kleine urbane Zielgruppe das letzte Quäntchen Geschwindigkeit herauszukitzeln. Es geht darum, Tempo in Infrastruktur zu verwandeln – etwas, das in Städten, Vororten und unterschiedlichen Anwendungsfällen funktioniert, ohne unter den eigenen Kosten zusammenzubrechen.
📆 Events 2026
2026 trifft sich die Last-Mile-Logistik auf Events in Deutschland und darüber hinaus. Messen, Konferenzen und Kongresse bringen Logistiker, Händler und Tech-Builder zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Trends aufzuspüren und über die Zukunft der Zustellung zu diskutieren.
Wir würden uns freuen, euch dort persönlich zu treffen! Unsere Gründer Patrick und Marian teilen im Laufe des Jahres auf LinkedIn – und natürlich hier im Newsletter – wo sie unterwegs sein werden.
Wie schon im letzten Jahr haben wir außerdem einen kuratierten Eventkalender für 2026 zusammengestellt: mit Konferenzen, die starke Inhalte bieten, kluge Speaker auf die Bühne bringen und Networking ermöglichen, das den Badge tatsächlich wert ist. Klick auf das Bild, um den Kalender in voller Größe anzusehen, und speichere ihn direkt für deine Reiseplanung.

🦾 Bessere Technologie für eine Welt in Bewegung
Feature-Highlight: Soft-Assignment-ETA
Wir führen den Soft-Assignment-ETA ein – eine neue Methode zur Berechnung und Weitergabe voraussichtlicher Ankunftszeiten. Sobald eine Buchung erstellt wird, berechnen wir, wann ein Fahrer voraussichtlich am Abholort eintrifft, noch bevor ein Fahrer der Tour zugewiesen wurde.

Kurzübersicht über weitere Updates:
- Updates für die Stacking Engine
- Übernahme der externen ID bei doppelten Buchungen
- Verbesserte Stornierungserfahrung in der Fahrer-App
- Unterstützung für vergangene Touren ohne Stopps in der Fahrer-App
- Konfigurierbarer "Tour ablehnen"-Button in der Fahrer-App
- Intercom-Integration für Fahrerkommunikation
- Laufende Performance-Verbesserungen



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